Antik und modern mixen.Wenn wir von Antiquitäten sprechen, müssen wir zunächst klären, was überhaupt unter dem Begriff Antiquitäten zu verstehen ist Das Wörtchen “antik” leitet sich vom lateinischen “antiquus” ab, was soviel bedeutet wie “alt”. Aber was verstehen wir unter “alt”?
Wo die Grenze zwischen Antiquitäten, Sammlerstücken und – zugegeben oft recht dekorativem – Kitsch verlaufen, ist manchmal schwer zu sagen und nicht einmal für Experten klar zu definieren. Dazu kommen persönliche Geschmäcker, die ja auch verschieden sind – wer sich auf Möbel aus der Zeit des 19. Jahrhunderts spezialisiert hat, rümpft über Art Deco vielleicht die Nase, während die Röhrenradio Sammler entrüstet jedes Stück des falschen Herstellers zurückweisen. Und was für den einen unbrauchbarer Schrott, ist für den anderen ein teuer bezahltes und heißgeliebtes Objekt zur gemütlichen Gestaltung seines Wohnraumes.
Gemütlichkeit und Atmosphäre hängen jedoch nicht ausschließlich von den Möbeln ab. Vielmehr spielt die Gestaltung der Wände und des Fußbodens auch eine entscheidende Rolle. Farben und Materialien müssen mit den Antiquitäten harmonieren, um eine stimmungsvolle Wirkung zu erzielen. Ein Orientteppich und antike Möbel passen nur selten mit stylisch modernen Tapeten zusammen, die von großen, bunten Ornamenten dominiert sind. Ein Orientteppich erzeugt keine Harmonie in einem Raum, der modern und sachlich möbliert ist. Sicherlich ist die Einrichtung auch abhängig vom Geldbeutel jedes einzelnen. Hingegen allen Krisen strotzend haben Wirtschafts- und Finanzkrisen keinen Zutritt in den eigenen vier Wänden. Das Zuhause soll einen Rückzugsort bieten, die Oase der Ruhe und Stille , die Fachleute sprechen vom ‚Cocooning’, es sich zu Hause gemütlich machen.Es ist in solchen Zeiten angesagt und hilfreich es sich nett zu machen zu Hause. Sei es nun mit Antiquitäten oder Designer Stücken.